Telefon: 035265 - 64 49 40 | Telefax: 035265 - 64 49 42 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Referatsleiter: Landesfeuerwehrarzt, Dr. Urs Lotterhos

Das Referat Soziales unterstützt die im LFV Sachsen organisierten Feuerwehren vor allem in Fragen rund um die soziale Absicherung der Feuerwehrleute. Insbesondere berät es den Vorstand und die Geschäftsführung bei auftretenden Rechtsunsicherheiten im Zusammenhang mit dem Unfallversicherungsschutz und in Vorbereitung von Gesetzesänderungen im Bereich des Sozialgesetzbuches.

Mitglieder im Referat

  • Matthias Emmerlich - Betriebswirt

  • Hartmut Heldt - Vorsitzender des Leipziger Feuerwehrverbandes e. V
  • Christian Kempe - Leitstellendisponent a.D. KFV Freiberg

 

Kontakt
Landesfeuerwehrverband Sachsen e.V.

Industriestr. A11
01612 Glaubitz

Telefon. 035265 - 644940 (Geschäftsstelle)
Telefax: 035265 - 644942 (Geschäftsstelle) 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hinweise zum Verhalten bei einem Unfall

  1. Unfälle sind immer im Unfallbuch zu notieren! Möglichst Zeugen benennen!
  2. Bei Arbeitsunfällen, die eine Arbeitsunfähigkeit des Verunfallten von mehr als drei Tagen nach sich ziehen, ist eine Unfallmeldung an die Unfallkasse Sachsen mit folgendem Formular zu geben (auch online möglich!): http://www.unfallkassen.de/files/510/uv_allg2006.pdf /// Da im Vorfeld nie klar ist, welche Folgen der Unfall nach sich ziehen kann, sollte immer eine Unfallmeldung vorsorglich an die UKS erfolgen.
  3. Die Unfallkasse wird in jedem Fall einen Unfallfragebogen zusenden, der wahrheitsgemäß auszufüllen ist und unverzüglich an die UKS zurückgeschickt werden muss.
  4. Weitere Informationen befinden sich in der Broschüre „Unfallanzeige“ der Unfallkasse Sachsen, die Sie unter folgendem Link finden: www.dguv.de/formtexte/unternehmer/U_1000/U1000.pdf

Bei schwerwiegenden Unfällen sollte immer der Landesfeuerwehrverband mit informiert werden, um ggf. unterstützend (Stichwort „Hilfe für Helfer“) tätig zu werden.

Besondere Leistungen für Feuerwehrangehörige in Sachsen

Immer wieder wird die Frage gestellt: „Gibt es bei einem Unfall besondere Leistungen für Feuerwehrleute in Sachsen?“

Ja – die gibt es!

Anbei möchten wir einen kurzen Überblick geben, um welche Leistungen es sich dabei konkret handelt. Wichtig ist zu wissen, dass diese zusätzlichen Leistungen der Unfallkasse Sachsen nur für Angehörige der sächsischen Feuerwehren gelten! Anders ausgedrückt: Das Ehrenamt „Feuerwehr“ soll an dieser Stelle im Notfall besonders gewürdigt werden! Allerdings ist zu wünschen, dass keiner die Leistungen je in Anspruch nehmen muss, sondern immer gesund und lebendig aus dem Einsatz zurückkehrt!

Mehrleistung der Unfallkasse Sachsen:

  • Kalendertäglich 10 Euro zusätzlich zum Verletzten- oder Übergangsgeld, ohne zeitliche Begrenzung
  • 100 Euro monatlich zusätzlich bei Gewährung einer Vollrente (bei Teilrente erfolgt entsprechende Anpassung nach M.d.E.)
  • Max. 40 Euro monatlich zusätzlich zur Witwen- bzw. Witwerrente
  • Max. 30 Euro monatlich zusätzlich zur Halbwaisenrente

Zusatzleistung der Unfallkasse Sachsen:

  • Bei dauernder völliger Erwerbsunfähigkeit (MdE 100) wird dem Verletzten ein Betrag in Höhe von 40.903,35 Euro zusätzlich gewährt.
  • Bei teilweiser Minderung der Erwerbsunfähigkeit wird der Betrag entsprechend angepasst.
  • Im Todesfall wird eine Einmalzahlung in Höhe von 20.451,68 € zusätzlich zu den Hinterbliebenenrenten gewährt.

Seit 2006 existiert in Sachsen die Stiftung „Hilfe für Helfer“. Die Stiftung stellt max. 10.000 Euro als Zuwendung pro Antragsteller bereit, wenn die Voraussetzungen entsprechend erfüllt sind. Näheres findet Ihr auf dem Link „Hilfe für Helfer“.

 

Kamerad OBM Dr. med. Urs M. Lotterhos

Aufgabe

Die Aufgabe des Landesfeuerwehrarztes ist es, den Landesfeuerwehrverband in gesundheitlichen und medizinischen Fragen zu beraten, in medizinischen und rettungsdienstlichen Gremien zu vertreten, den Feuerwehren regelmäßig Informationen zu bedeutsamen Gesundheitsfragen, wie Impfungen, Seuchenvorkommnissen und andere Empfehlungen, zu geben.

Die Mitwirkung im Fachbereich Gesundheitswesen/Rettungsdienst des Deutschen Feuerwehrverbandes. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Beratung und Unterstützung im Bereich der Ausbildung zur Ersten Hilfe, der gesundheitlichen Prävention, die notärztliche Tätigkeit bei Großschadenslagen und die medizinische Fachberatung von technischen Einsatzleitungen.

Kontakt

Kamerad OBM Dr. med. Urs M. Lotterhos
Landesfeuerwehrverband Sachsen e.V.
Hauptstraße 30
01619 Zeithain
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Links

Arbeitsgemeinschaft der Sächsischen Notärzte (AGSN) www.agsn.org
Bundesministerium für Gesundheit, Prävention www.die-praevention.de
Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin www.dgkm.org
Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften www.hvbg.de
Robert-Koch-Institut www.rki.de
Unfallkasse Sachsen www.unfallkassesachsen.de
Verbund für angewandte Hygiene www.vah.de

Die zehn häufigsten Fragen an unser Referat (und die entsprechenden Antworten)

Stimmt es, dass in Sachsen mit Vollendung des 65. Lebensjahres der aktive Feuerwehrdienst endet, weil dann kein Versicherungsschutz mehr besteht?
Stimmt es, dass in Sachsen mit Vollendung des 65. Lebensjahres der aktive Feuerwehrdienst endet, weil dann kein Versicherungsschutz mehr besteht?

Grundsätzlich nein, es sei denn, die Satzung der örtlichen Feuerwehr gibt ein Höchstalter vor. Dieses lässt sich jedoch nicht mit dem Versicherungsschutz begründen, da dieser auch über das 65. Lebensjahr hinaus fortbesteht. Es ist jedoch sinnvoll, die Einsatzkräfte ab dem 50. Lebensjahr einem medizinischen Check zu unterziehen, um ggf. „versteckte“ Krankheitssymptome frühzeitig aufzuspüren und zu therapieren. Dies liegt jedoch im Ermessen jeder Gemeinde als Kostenträger für die Feuerwehr.
Dürfen Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr aktiv am Einsatzgeschehen teilnehmen?
Dürfen Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr aktiv am Einsatzgeschehen teilnehmen?

Grundsätzlich nein, da frühestens mit dem 16. Lebensjahr die Grundausbildung beginnt. Diese dauert i.d.R. zwei Jahre, so dass mit vollendetem 18. Lebensjahr ein Übergang in die Einsatzabteilung erfolgen kann. Vor dem 18. Lebensjahr sprechen insbesondere das Jugendarbeitsschutzgesetz und der § 26 des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen (SchulG) gegen eine aktive Teilnahme am Einsatzgeschehen.
Sind alle Aktivitäten um die Feuerwehr über die Unfallversicherung abgesichert?
Sind alle Aktivitäten um die Feuerwehr über die Unfallversicherung abgesichert?

Handelt es sich um Aktivitäten im Zusammenhang mit Ausbildung, Einsatz bzw. im Dienstplan verankerte Veranstaltungen, besteht grundsätzlich Versicherungsschutz. Zu beachten ist dabei, dass Veranstaltungen eines „Feuerwehrvereins“ nicht automatisch einen gesetzlichen Unfallversicherungsschutz nach sich ziehen! Auch Sportwettkämpfe von Feuerwehrleuten sind nicht zwangsläufig versichert. Es ist gerade bei derartigen Veranstaltungen ratsam, sich im Vorfeld eine Zusage bei der Unfallversicherung Sachsen in Meißen (Telefon: 03521 - 724 0) einzuholen.
Kann mich der Landesfeuerwehrverband bei Rechtsstreitigkeiten mit der Unfallkasse unterstützen?
Kann mich der Landesfeuerwehrverband bei Rechtsstreitigkeiten mit der Unfallkasse unterstützen?

Ja, sollte es einmal zu Meinungsverschiedenheiten zwischen der Unfallkasse und dem einzelnen Feuerwehrkameraden kommen, unterstützt das Referat Soziales auch bei der Gesprächsführung mit der Unfallkasse. Eine rechtliche Vertretung in der 1. Instanz ist ebenfalls möglich, soweit es sich ausschließlich um Streitigkeiten im Sozialrecht handelt.
Habe ich im Privat-Pkw im Einsatzfall ein „Sonderrecht“ im Straßenverkehr?
Habe ich im Privat-Pkw im Einsatzfall ein „Sonderrecht“ im Straßenverkehr?

Ja, jeder Feuerwehrkamerad besitzt im Einsatzfall ein entsprechendes Sonderrecht nach § 35 StVO. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass diese Sonderrechte nur „befreiend“ in Bezug auf die StVO wirken. Sie schützen also grundsätzlich nicht vor einer strafrechtlichen Verfolgung bei einem Unfall! Oftmals werden Sonder- und Wegerecht verwechselt. Um Wegerecht zu erhalten, ist eine optische und akustische Warnanlage (Blaulicht und Martinshorn) notwendig. Dies ist für private Pkws in der Feuerwehr grundsätzlich nicht zulässig. Nähere Informationen finden sich unter folgendem Link: http://www.lz-bad-fredeburg.de/sonderr.pdf.
Stimmt es, dass es neben der Unfallversicherung in Sachsen auch noch eine Unterstützung durch den Landesfeuerwehrverband geben kann?
Stimmt es, dass es neben der Unfallversicherung in Sachsen auch noch eine Unterstützung durch den Landesfeuerwehrverband geben kann?

Ja, der Landesfeuerwehrverband hat die Stiftung „Hilfe für Helfer“ ins Leben gerufen. Diese Stiftung gewährt unter bestimmten Voraussetzungen Zuwendungen an bedürftige Feuerwehrleute bzw. deren Familien. Genauere Informationen finden Sie unter folgendem Link: http://www.lfv-sachsen.de/hilfe_fuer_helfer/index.html
Ist es wahr, dass die Unfallkasse Sachsen (UKS) jetzt auch für materielle Schäden eintritt, die durch Einsätze entstanden sind?
Ist es wahr, dass die Unfallkasse Sachsen (UKS) jetzt auch für materielle Schäden eintritt, die durch Einsätze entstanden sind?

Ja, sollte also beispielsweise eine Armbanduhr im Einsatz zu Bruch gehen, kann diese nun auch über die UKS ersetzt werden. Wichtig: Es wird immer nur der „Zeitwert“ ersetzt! Günstigerweise sollten immer die Rechnungen mit eingereicht werden, soweit noch vorhanden.
Muss die Stadt mir die Kosten für eine vorbeugende Hepatitis-Impfung erstatten?
Muss die Stadt mir die Kosten für eine vorbeugende Hepatitis-Impfung erstatten?

Nein. Da der Feuerwehrdienst jedoch zunehmend im Bereich der technischen Hilfe bei Verkehrsunfällen stattfindet, ist es für die zuständige Gemeinde aber durchaus überlegenswert, die Kosten für diese Impfung zu übernehmen. In vielen sächsischen Gemeinden ist dies bereits auch der Fall.

Tipp: Bis zum 18. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Impfkosten – also die Ausbildungszeit nutzen und den Impfschutz auffrischen lassen!