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Erstmalig: Analytische Task Force jetzt auch in Sachsen

Seit kurzem wird auch in Sachsen eine Analytischen Task Force (ATF) bei einer Feuerwehr vorgehalten. Diese Aufgabe von bundesweiter Bedeutung erfüllt die Branddirektion der Stadt Leipzig, welche bereits zum 30. November 2016 in den Probebetrieb der ATF startete.

Damit wird auch im Osten Mitteldeutschlands eine Lücke geschlossen, die seit der Einstellung des ATF-Betriebes in Heyrothsberge vor nunmehr drei Jahren entstanden war. Nach ihrer Bewerbung erhielt die Feuerwehr Leipzig seitens des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) den Zuschlag für den Aufbau einer Analytischen Task Force (ATF).
Sie soll künftig bei großen Schadenslagen mit gefährlichen Stoffen schnell und kompetent die erforderlichen Messungen und Analysen durchführen.
Das Einsatzgebiet beläuft sich auf den Umkreis von 200 Kilometern.


Die Aufnahme des Probebetriebs der ATF Leipzig erfolgte unter großem Medieninteresse

Aufgaben der Analytischen Task Forces sind die Detektion und Identifikation gefährlicher chemischer Substanzen und Gemische, die Überwachung größerer Areale mittels Fernerkundung und Lokalisation und Identifikation von Schadstoffwolken. Damit sind sie in der Lage, an Einsatzstellen die Einsatzleitung aufgrund der Analyseergebnisse und der Lageentwicklung situationsbezogen zu beraten, sowie Vorschläge für weitergehende Einsatzmaßnahmen (Warnung der Bevölkerung, Evakuierung, Dekontamination) zu geben.

Die Fahrzeuge und die Ausrüstung der ATF stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Rahmen seiner Zuständigkeiten nach dem Gesetz über den Zivil-schutz und die Katastrophenhilfe des Bundes zur Verfügung.

Die Stärke einer ATF im Volleinsatz beträgt 12 Kameradinnen und Kameraden, die sowohl von der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der Universität Leipzig gestellt werden. An Technik wird strukturmäßig ein Einsatzleitwagen (für den diensthabenden Leiter der ATF und seinen Führungsassistenten) ein Gerätewagen für die Analytik (Leiter CBRN und Operator Messtechnik) und zwei Erkundungskraftwagen für die Messung und Probenahme mit jeweils vier Einsatzkräften vorgehalten. Diese Fahrzeuge werden auch im normalen Einsatzgeschehen in der Stadt Leipzig eingesetzt, um das Handling der Geräte und Ausrüstung permanent zu trainieren, wobei sich hier in essentiellen Bestandteilen an den Landesvorgaben des Freistaates Sachsen orientiert wird.



 Branddirektor Peter Heitmann begrüßt die Mitglieder der ATF und Gäste

Bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen infolge von Unfällen wird zuerst die örtlich zuständige Feuerwehr alarmiert. Diese ist (vor allem im ländlichen Bereich) meist personell und ausrüs-tungstechnisch nicht in der Lage, ausgedehnte Schadenslagen zu beherrschen. Deshalb sind auf Kreisebene Gefahrgutzüge installiert. Die Einsatzleiter (bei größeren Lagen in der Regel die Kreisbrandmeister) können für ihre Beratung das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der deutschen Chemieindustrie in Anspruch nehmen, das zehn Notrufzentralen bei großen Chemieunternehmen unterhält. Allerdings beschränkt sich das Arbeits-gebiet von TUIS ausschließlich auf Chemikalien im umfassenden Rahmen des Gefahrgut-transportes.

National tätig waren die ATF mit Teilkomponenten zuletzt bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2016 in Dresden.

 

 

Fotos: Feuerwehr Leipzig, Joachim Petrasch

 

 

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